Kurswechsel in Syrienpolitik – Der Westen muss auf Putin zugehen

29/09/2015

Von Andrew Denison

Die europäische Flüchtlingskrise, der gescheiterte Feldzug des Westens gegen ISIS und Bashar al-Assad sowie das russische Aufrüsten in Syrien sprechen für eine Neuausrichtung der westlichen Strategie. Zuallererst sollte der Westen die in Europa neu entdeckte Gastfreundschaft gegenüber den Flüchtlingen aus dem Nahen Osten begrüßen – das sollten auch die USA unterstützen. Zweitens, Europa und die Vereinigten Staaten sollten Russlands neuen Wunsch befürworten, eine größere militärische Rolle bei der Beilegung des syrischen Bürgerkriegs zu spielen. Drittens, der Westen sollte vorübergehend auf den unerfüllbaren Wunsch, Bashar al-Assad loszuwerden, verzichten. Viertens, die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten sollten die Luftangriffe über Syrien einstellen.

Fünftens, und am wichtigsten, die Vereinigten Staaten und Europa müssen ihren Einsatz für eine neue Ukraine, die im Westen fest verankert ist, verdoppeln – mit dem klaren Bewusstsein, dass die Zukunft Europas nicht in Damaskus, sondern in Kiew entschieden wird.

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