Flüchtlingskrise – Europa muss in der Realität ankommen

11/09/2015

Von Andrew Denison

Die Wellen der Vertriebenen schlagen heftig an die Ufer Europas in diesem traurigen Sommer der ertrinkenden Flüchtlinge. Seit den Balkankriegen – so glaubten manche Europäer – gehören solche Katastrophen Europas Vergangenheit an, nicht seiner Zukunft. Wie bei den Balkenkriegen schämt sich Europa vor seiner Machtlosigkeit. Wie bei den Balkankriegen bleibt das alte Credo „nie wieder!“ vergessen.

Wie damals, kurz nach der Wiedervereinigung, als von vier Millionen Bosniern und zwei Million Kosovaren fast 200.000 ihr Leben verloren, ist unklar, wie die europäischen Völker dazu zu bringen sind, die Lasten zu teilen oder die Last überhaupt zu tragen. Die europäische Geschichte sollte uns lehren, dass Frieden und Wohlstand auf der westlichen Halbinsel des asiatischen Kontinents teuer sind – viel teurer als viele Europäer nach dem Ende des Kalten Krieges geglaubt haben.

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